Praxis für Psychotherapie Weniamin Zervos

Dipl.-Sozialpäd.(FH), Heilpraktiker für Psychotherapie


Über EMDR in meiner Praxis

Wie wirkt EMDR?

EMDR wirkt direkt auf die für Heilung wichtigen neuronalen Bahnungen im Gehirn. Es läßt sich mit jedem zur Zeit gültigen Therapiekonzept kombinieren und führt meist schon nach wenigen Sitzungen zu merkbaren und dauerhaften Ergebnissen: Die unterschiedlichsten Langzeitstudien mit EMDR weisen nach, dass dieses Verfahren schneller und besser wirkt, als sämtliche anderen bekannten Therapiekonzepte.
Die genaue Wirkungsweise von EMDR ist noch nicht vollständig erforscht. Nach dem derzeitigen Stand der Forschung geht man davon aus, dass es bei einem Trauma (auch im weitesten Sinne verstanden) zum sogenannten "sprachlosen Entsetzen" kommen kann, bei dem in der rechten Hirnhälfte Bilder des Erlebten gespeichert werden, während das Sprachzentrum in der linken Hirnhälfte aktiv unterdrückt wird. Dadurch, daß das Erlebte nicht in Worte gefasst werden kann, wird seine Verarbeitung erschwert oder sogar unmöglich gemacht.
Im Rahmen einer EMDR-Behandlung werden durch bilaterale Stimulation beide Hirnhälften hinsichtlich des Ereignisses aktiviert und synchronisiert. Dadurch werden sie in den Zustand gebracht, der vorher durch die posttraumatische Belastungsstörung nicht erreicht werden konnte. Die Stimulation fand ursprünglich ausschließlich durch gesteuerte Augenbewegungen statt (hier zog man die Verbindung zur REM-Schlafphase, bei der ebenfalls rapid eye movement stattfindet und in der wahrscheinlich verstärkt Alltagsgeschehen verarbeitet wird). In neuerer Zeit wird auch auditive (z.B. über spezielle Musik) und kinästhetische (z.B. Klopfen bestimmter Körperstellen) Stimulation eingesetzt, da sich durch das Einbinden mehrerer Sinne die Wirkung verstärkt.

Wie wirkungsvoll ist EMDR?

Wie es wirkt, mag nach wie vor umstritten sein, dass es wirkt ist jedoch inzwischen eindeutig erwiesen – und nicht erst, seitdem 2006 der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie EMDR für die Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen wissenschaftlich anerkannt hat. In zahlreichen Studien, auch Langzeitstudien, seit der Mitte der 90er Jahre wurde bewiesen, dass Patienten, die an posttraumatischer Belastungsstörung litten, in 84-90% der Fälle geheilt werden konnten und nach der Behandlung keine Symptome mehr aufwiesen.

Wie ist EMDR entstanden?

EMDR wurde in den Jahren 1987-91 von Dr. Francine Shapiro entwickelt. Alles begann mit einem Zufall: Bei einem Spaziergang im Park bemerkte sie, dass Ängste und stark belastende Gedanken, die sie sich aufgrund der bei ihr diagnostizierten Krebserkrankung machte, plötzlich verschwanden und nicht wiederkamen.
Sie recherchierte, was genau auf diesem Spaziergang passiert war und fand heraus, dass, während ihre Gedanken um die Krebserkrankung kreisten, sich ihre Augen ständig hin- und herbewegt hatten, bedingt durch das Wechselspiel von Licht und Schatten der Sonnenstrahlen, die durch die Bäume fielen.

Aus diesen zufälligen Augenbewegungen entwickelte Dr. Shapiro das Konzept einer Serie von gezielten Augenbewegungen, genannt "bilaterale Stimulation." Diese erprobte sie zunächst an Freunden, Bekannten und Kollegen und schließlich an den ersten Klienten. Danach folgten intensivste Studien speziell mit
Traumapatienten, wie Vietnam-Veteranen, Mißbrauchsopfern und anderen Personen mit PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung).
Inzwischen ist EMDR weltweit anerkannt und wurde schon bei mehr als einer Million Patienten erfolgreich angewandt. Intensive Studien, auch über längere Zeiträume, haben die hohe Effektivität und dauerhafte Wirkung dieser Therapiemethode immer wieder bewiesen.

Ursprünglich fast ausschließlich in der Traumatherapie eingesetzt, findet EMDR mittlerweile auch Anwendung bei nahezu sämtlichen Angststörungen, Phobien, substanzgebundenen Süchten, Psychosomatischen Störungen, Schmerzzuständen, und die Indikation weitet sich immer weiter aus.
Sogar ein spezielles Coaching-Konzept wirkt höchst effizient auf der Basis von
EMDR.

Worauf muss bei der Anwendung geachtet werden?

Die Arbeit mit EMDR in der Traumatherapie erfordert viel Verantwortungsbewusstsein. Dadurch, dass der Patient das traumatische Erlebnis bei EMDR erneut durchlebt, kann bei falscher Anwendung das Trauma sogar noch verstärkt werden. Deshalb sollten in schweren Fällen EMDR-Maßnahmen nur von voll ausgebildeten Psychotherapeuten, die ausreichend in EMDR geschult sind, durchgeführt werden!

Die Informationen sind von der EMDR-Akademie/PAPB (Private Akademie für Psychologische Bildung), Pocking, zur Verfügung gestellt. Hier konnte ich eine solide Ausbildung genießen.

Folgende EMDR-Protokolle wende ich derzeit schwerpunktmäßig in der Praxis an:

  • Standardprotokoll
  • Angstprotokoll
  • Phobieprotokoll
  • Protokoll bei Einzeltraumatisierung
  • Protokoll für Schmerzbehandlung
  • Protokoll für stoffgebundene Süchte
  • Protokoll zur Verhaltensänderung
  • Protokoll "Zahnarztangst"
  • Protokoll "Psychosomatik"
  • Protokoll zur Behandlung kurz zurückliegender traumatischer Ereignisse und Komplextraumatisierung
  • Protokoll für Allergiebehandlung
  • Trauerprotokoll
  • Burn-out
  • Zwangsstörungen
  • Tinnitus
  • Burnout
  • Zwang

u.a.